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Mehr Kapazitäten in der S-Bahn Rhein-Neckar im Berufsverkehr

ZSPNV Süd finanziert längere Züge wegen der Sperrung der Ludwigshafener Hochstraße Süd

Herausgeber: ZSPNV Rheinland-Pfalz Süd

Kaiserslautern/Ludwigshafen Ab dem kommenden Montag, dem 02. März 2020, werden im Berufsverkehr rund um Ludwigshafen auf den Strecken Worms – Mannheim und Neustadt - Mannheim zusätzliche Sitzplatzkapazitäten angeboten.

Der für das Angebot auf der Schiene zuständige Aufgabenträger, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) reagiert, in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium des Landes-Baden-Württemberg, damit auf die Engpässe im Straßenverkehr durch die Sperrung der Ludwigshafener Hochstraße Süd.

„Wir haben mit DB Regio vereinbart, dass mit Fokus auf sieben S-Bahnverbindungen im Berufsverkehr rund um Ludwigshafen zusätzliche Zusatzkapazitäten bereitgestellt werden. Konkret wird an mehrere S-Bahnzüge ein weiterer Triebwagen mit 200 Sitzplätzen und ebenso vielen Stehplätzen angehängt. Möglich wird dies durch den Einsatz von älteren Regionalverkehrstriebwagen der Baureihe 426, die bis vor wenigen Wochen noch im Saarland im Einsatz waren und quasi ab sofort anstelle von S-Bahnzügen zwischen Wörth und Ludwigshafen BASF fahren. Diese entsprechen nicht dem S-Bahnstandard und sind auch nicht barrierefrei. Es ist aber das Ziel des Zweckverbandes, diese Regionalverkehrstriebwagen ab 12/2021 durch Fahrzeuge im S-Bahnstandard zu ersetzen, so dass die Abstriche im Reisendenkomfort vsl. auf zwei Jahre beschränkt sind.

Wir sind überzeugt, dass es in der Gesamtbetrachtung richtig ist, für einen überschaubaren Zeitraum Qualitätseinbußen im Berufsverkehr hinzunehmen zugunsten der Mehrkapazitäten im Verkehr rund um Ludwigshafen“, erklärt Michael Heilmann, Verbandsdirektor des ZSPNV Süd.

Die Kosten für diese Kapazitätsausweitungen betragen allein für den Zeitraum bis Ende 2021 knapp zwei Mio. €, die nahezu vollständig durch den ZSPNV Süd getragen werden. Das Land Baden-Württemberg prüft derzeit eine anteilige Kostenbeteiligung.

Darüber hinaus sind weitere Zugverstärkungen außerhalb des Berufsverkehrs vorgesehen, um bei S-Bahnen, deren Fahrgastnachfrage ebenfalls sehr stark angestiegen ist, ebenfalls für Zusatzkapazitäten zu sorgen.