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Wissing: Weitere 2,6 Millionen Euro für die Brohltalbahn

Die Sanierung der Brohltalbahn geht weiter: Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt den Erhalt der Strecke mit weiteren 2,6 Millionen Euro. Das hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bekannt gegeben. Die älteste die bundeseigene Eisenbahn in Rheinland-Pfalz wird damit fit gemacht für die Zukunft.

Herausgeber: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

„Die Brohltalbahn wird seit vielen Jahren mit hohem ehrenamtlichen Einsatz für touristischen Verkehr vor allem von historischen Zügen genutzt und von der VG Brohltal stark unterstützt. Die Bahn ist vorbildlich in die touristische Servicekette eingebunden. Die Fördermittel des Landes ermöglichen nun, die Strecke auf einen neuen Stand zu bringen. Wir wollen, dass der Eisenbahnverkehr in unserem Bundesland gestärkt und weiter ausgebaut wird“, sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Nachdem die VG Brohltal für die Brohltalbahn im August 2020 als erstes Projekt aus dem Fördertopf des Landes für nicht bundeseigene Eisenbahninfrastrukturen ohne täglichen SPNV bereits 4,69 Millionen Euro für die Sanierung der rund 17 Kilometer langen Strecke von Brohl-Lützing bis nach Engeln erhalten hat, unterstützt das Land nun die weiteren Bauabschnitte.

„Mit dieser weiteren Förderung ist der dauerhafte Erhalt der Brohltalbahn als älteste noch in Betrieb befindliche nicht bundeseigene Eisenbahn in Rheinland-Pfalz gesichert, die mit der Unterstützung aus der Region und der vielen ehrenamtlichen Unterstützer auch sicher noch viele erfolgreiche und unfallfreie Betriebsjahre vor sich haben wird“, so Wissing.

Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt weitere 2,6 Millionen Euro (rund 85 % der Gesamtkosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro) für die Erneuerung des Verbindungsgleises inklusive des Überwerfungsbauwerks über die linke Rheinstrecke zwischen dem Personen- und dem Güterbahnhof der Brohltalbahn sowie der dortigen Anlagen.

Insbesondere die Erneuerung des weithin sichtbaren Kreuzungsbauwerks über die stark befahrene linke Rheinstrecke stellt dabei eine große Herausforderung dar. Für die Arbeiten wie die Erneuerung der Widerlager des Bauwerks, das Ein und Ausheben der zu sanierenden Stahl-Fachwerkkonstruktion und die Sanierung und Stabilisierung der Dammbauwerke ist eine enge Abstimmung und Verzahnung mit Baustellen der DB Netz AG notwendig.

Die zu sanierenden Infrastrukturanlagen haben eine besondere Bedeutung für die Brohltalbahn. Im Güterbahnhof der Brohltalbahn werden u. a. die Container mit Phonolit, die vom Steinbruch in Brenk auf der Schiene kommen, mit einem mobilen Umschlaggerät auf den LKW umgeladen. Zudem werden über diese Anlagen seit einigen Jahren im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit Kreuzfahrtunternehmen auf dem Rhein direkte und durchgehende touristische Fahrten auf der Brohltalbahn angeboten, die sehr gut angenommen werden.