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Zeitplan für Gesamtaufbau der Ahrtalbahn steht: Züge sollen 2025 wieder durchgängig von Remagen nach Ahrbrück fahren

Bauarbeiten zwischen Walporzheim und Ahrbrück starten im ersten Quartal 2023 • Klimaresilienter Wiederaufbau und neueste Technik wo immer möglich • Prüfung der Elektrifizierung • Neue Info-Website zur Ahrtalbahn ab April

Herausgeber: Deutsche Bahn AG

(Frankfurt, 21. März 2022) Die Deutsche Bahn (DB) hat in Heimersheim bei einer Informationsveranstaltung den Zeitplan für den kompletten Wiederaufbau der Ahrtalbahn vorgestellt. Danach gehen die Planer:innen davon aus, dass die Reisenden voraussichtlich Ende 2025 wieder durchgängig von Remagen bis Ahrbrück mit der Bahn fahren können. Erste eingleisige Abschnitte hatte die DB bereits Ende letzten Jahres in Betrieb genommen und so für die Menschen in der Region deutliche verkehrliche Verbesserungen erreicht. Der gesamte Wiederaufbau der Ahrtalbahn findet in bewährter enger Abstimmung mit öffentlichen Institutionen, privaten Anliegern und Verbänden sowie den Infrastruktur- und Eisenbahnverkehrsunternehmen statt.
 
Für den von den Wassermassen besonders betroffenen Bereich Walporzheim–Ahrbrück schreibt die DB noch im Frühjahr die Planung und die Bauleistungen aus. Nach Abschluss der Planung können voraussichtlich im ersten Quartal 2023 die Bauarbeiten beginnen, bevor zwei Jahre später der Wiederaufbau in Gänze abgeschlossen sein soll. Die Bauteams ersetzen dabei allein acht Brücken und nahezu alle Stützbauwerke. Außerdem müssen auf rund 14 Kilometern neue Schienen und Schwellen mitsamt Schotter verlegt werden. Hinzu kommt die Instandsetzung von sieben Bahnübergängen und der zerstörten Stellwerke in Dernau und Kreuzberg. Das im Bau befindliche Elektronische Stellwerk Ahrtalbahn, das künftig für einen effizienteren und verlässlicheren Bahnverkehr sorgt, muss die DB von Grund auf neu konzipieren.
 
Um für künftige Extremwetterlagen aufgestellt zu sein, soll die Infrastruktur überall dort, wo es möglich ist, klimaresilienter werden. Hierzu gehören zum Beispiel schlankere Brückenkonstruktionen ohne Mittelpfeiler in der Ahr oder eine hochwasserfestere Gestaltung von Bahndämmen und Durchlässen. Darüber hinaus prüft die DB derzeit mit dem Land Rheinland-Pfalz, wie zerstörte, bislang noch nicht mit Oberleitungen ausgestattete Abschnitte beim Wiederaufbau der Strecke mit elektrifiziert werden können. Hierzu gehört die Finanzierung ebenso wie die Untersuchung der technischen Voraussetzungen.
 
Nicole Steingaß, Wiederaufbaubeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, hatte zu der Informationsveranstaltung eingeladen, damit die kommunalen Entscheidungsträger frühzeitig in die Planungen eingebunden sind und die Bevölkerung über weitere Schritte informieren können. Teilgenommen haben auch Vertreter des Landesbetriebs Mobilität sowie die Fachabteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz.
 
Begleitend informiert die DB die Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Kanäle digitaler und persönlicher Art. Ab April steht eine neue Website zur Verfügung, in der aktuelle Informationen zu den einzelnen Bauschritten und Projekten detailliert dargestellt sind. Im Sommer lädt die DB alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung ein.