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Frag Rolph

Nahverkehr ist moderne Mobilität. Er schont die Umwelt und bringt Dich sicher ans Ziel. In Rheinland-Pfalz arbeiten viele Partner im Nahverkehr zusammen. Deswegen ist er manchmal nicht ganz einfach zu verstehen.

Hier findest Du Antworten auf viele Fragen in neun verschiedenen Themen:

13Antworten zum Thema

Nahverkehr auf dem Land

Die Online-Fahrplanauskunft auf rolph.de enthält alle Ruftaxi-Angebote im Land. Sollte bei deiner Verbindung kein regulärer Bus mehr verkehren, findest du in der Fahrplanauskunft die Angaben der Ruftaxilinien. Mehr Infos zu den Ruftaxi-Angeboten findest du auch auf der Seite deines Verkehrsverbundes: Ruftaxi im VRT, Ruftaxi im VRM, Ruftaxi im RNN, Ruftaxi im VRN, Ruftaxi im KVV.

Such dir in der Fahrplanauskunft oder im Fahrplan einfach die passende Abfahrtszeit des Ruftaxis heraus. Die entsprechende Ruftaxinummer findest du in der Online-Fahrplanauskunft neben der Ruftaxilinie unter „Hinweise anzeigen" oder auch in den gedruckten Fahrplänen des jeweiligen Verkehrsverbunds. Diese Nummer rufst du mindestens eine Stunde vor Abfahrt an und bestellst die Fahrt. Gib dabei bitte Abfahrtszeit, Abfahrts- und Zielhaltestelle und die Zahl der Mitfahrerinnen und Mitfahrer an. Danach musst du nur noch rechtzeitig an der Haltestelle sein. Solltest du mal eine Fahrt nicht wahrnehmen können, sag bitte vorher unter derselben Telefonnummer ab.

Ruftaxen schließen die Lücken im regulären Linienverkehr und auch in den schwächer frequentierten Zeiten am Abend und, genau wie eine Buslinie, auf festgelegten Routen nach einem festen Fahrplan und halten an festen Haltestellen. Allerdings nur dann, wenn ein Fahrgast eine Fahrt vorbestellt. Es gibt aber auch Flächensysteme, die den Kunden zuhause abholen und zu einer Haltestelle im Ort fahren. Bzw. umgekehrt, von einer Haltestelle im Ort bis zur Haustür. Beide Systeme gibt es in Rheinland-Pfalz. Zum Einsatz kommen meist Großraumtaxen oder Kleinbusse. Der Preis liegt deutlich unter dem eines normalen Taxis. In einzelnen Verkehrsverbünden können die Ruftaxen auch mit regulären Zeitkarten genutzt werden.

Ja! Derzeit wird im gesamten Norden des Landes das sogenannte „ÖPNV-Konzept Nord“ umgesetzt. Da bleibt kein Stein auf dem anderen, alle Buslinien werden komplett überarbeitet. Wenn alle Linien umgesetzt sind, wird es in der Region eine deutlich bessere Angebotsqualität geben, auch in sehr ländlichen Gebieten. Als nächstes folgt der Bereich des RNN. Im Süden des Landes wird es noch etwas dauern, dort ist aber das bisherige Angebot in der Regel bereits besser, als es im Norden bislang war.

ÖPNV ist ein Massentransportmittel, das seine Vorzüge besonders dort entfaltet, wo viele Menschen gleichzeitig auf der gleichen Strecke fahren wollen. Aber die ländlichen Räume werden in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung des Angebotes erfahren. Das Land, die Verkehrsverbünde und die SPNV-Zweckverbände haben mit den ÖPNV-Konzepten den gesamten Verkehr überplant und schaffen neue, deutlich verbesserte Angebote. Die ersten Bündel sind schon umgesetzt, jetzt geht es schrittweise weiter. Infos gibt es hier!

 

Flexible Angebote gehören zu unseren „ÖPNV-Konzepten", die wir derzeit gerade im Norden von Rheinland-Pfalz ausrollen, dazu. Wo es sich nicht mehr lohnt, einen Bus fahren zu lassen, werden wir mit Linien- oder Ruftaxen genau die Flexibilität herstellen, die du in der Frage ansprichst.

 

Das liegt oft daran, dass im ländlichen Raum die Strecken länger sind, als in den Städten. Es gibt leider Dinge, die auf dem Land teurer sind, dafür sind in den Städten zum Beispiel die Mieten wesentlich höher. Pro Kilometer betrachtet ist der Verkehr in ländlichen Regionen aber nur selten teurer als in den Städten, manchmal sogar günstiger. Kostendeckend sind die Preise jedoch nie. Manche Gebietskörperschaft ist in der Lage, mehr an Ausgleich zu zahlen als andere. Dort sind die Preise dann etwas günstiger.

Klar gibt es auch für solche Fälle entsprechende Angebote. Alle Verbünde haben Minigruppenkarten, die sich dafür hervorragend eignen. Damit kann man den ganzen Tag mit bis zu fünf Personen fahren, das heißt, wenn aus dem Zweierbummel der Familienausflug wird, wird es nicht teurer und es bleibt genug Geld zum Shoppen. Denn Shoppen mit dem Auto kostet neben Sprit und Nerven auch Parkgebühren und samstags oft auch viel Zeit. Wer aber mit dem eigenen Auto in die Stadt fahren will, der kann dies in einem Parkhaus abstellen und dann oft mit dem Parkticket kostenlos den innerstädtischen ÖPNV nutzen.

 

Das ist eine gute Idee! Leider scheitern viele gute Ideen am Geld. Rheinland-Pfalz gibt je Einwohner 100 Euro im Jahr dafür aus, dass Bus und Bahn fahren können. Dazu nochmal fast das Gleiche für den Ausbau von Haltestellen und Stationen. Jeder Euro, der mehr in den Nahverkehr gesteckt wird, freut uns, fehlt aber an anderer Stelle. Daher können wir leider nicht alle guten Ideen umsetzen. Aber du kannst dir sicher sein, dass wir Tag für Tag dafür arbeiten, dass wir so viel Geld wie möglich zur Verfügung haben. Und gute Ideen haben wir auch, was wir mit dem Geld machen können. Schnelle Direktverbindungen gehören definitiv dazu!

 

Das ist leider nicht so einfach. Zum einen ist es unglaublich teuer. Daher werden in Deutschland in jedem Jahr nicht mehr als 100 km neue Gleise verlegt. Zum anderen ist es in Deutschland schwer geworden, Platz für neue Trassen zu finden. Schnell bilden sich Bürgerinitiativen von Betroffenen, die dagegen sind. Da geht es der Schiene nicht besser als der Straße. Von der Planung bis zur Realisierung vergehen daher heute oft mehr als 20 bis 30 Jahre.

Da arbeiten wir mit Hochdruck dran und in einigen Bereichen hat sich auch schon was getan! Derzeit wird im gesamten Norden des Landes das sogenannte „ÖPNV-Konzept Nord“ umgesetzt. Da bleibt kein Stein auf dem anderen, alle Buslinien werden komplett überarbeitet. Wenn alle Linien umgesetzt sind, wird es in der Region eine deutlich bessere Angebotsqualität geben, auch in sehr ländlichen Gebieten.

 

Da gibt es keinen Richtwert. Ein „zu klein" gibt es selten. Wobei die Lage im Verkehrsnetz eine Rolle spielt. Ein Ort entlang einer Hauptverkehrsstraße wird eher angefahren als ein Ort am Ende einer langen Sackgasse.

Eine gute Idee! Mitunter ist dies ein Ziel dieser Kampagne und dafür haben wir auch die Website rlp-nahverkehr.de eingerichtet. Alle Anregungen und Fragen sowie deren Antworten werden auf dieser Seite gesammelt. So möchten wir auf die unterschiedlichsten Themen antworten und weiterhelfen. Viele Anregungen haben wir auch direkt umgesetzt.