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BusSchule:
Auch der Schulweg will geübt sein

Was ein Schulbus ist, weiß jeder. Aber was ist eine BusSchule? „In der BusSchule lernen die Kinder sicher Bus zu fahren“, erklärt Jördis Gluch, Präventionsmitarbeiterin bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Aber muss man Busfahren wirklich lernen? „Ja, das muss man. Denn auch Busfahren will geübt sein. Insbesondere wenn man Neuling ist“, stellt Jördis Gluch fest. Und das sind vor allem die Schulkinder, die als Erstklässler oder nach dem Schulwechsel zum ersten Mal regelmäßig mit dem Bus in die Schule fahren. Ihnen steht die BusSchule bei.

Wie fährt man richtig Bus?

In der BusSchule geht es nicht nur darum, wie man von A nach B kommt oder wie man den Fahrplan liest. Die Kinder sollen lernen, selbstbewusste und selbstständige Verkehrsteilnehmer zu werden und Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen. Und das beginnt schon morgens beim Aufstehen. 

Neben Zeitmanagement steht zum Beispiel auch die Schulung der Aufmerksamkeit auf dem Schulweg auf dem Unterrichtsplan der BusSchule. Es werden typische Gefahrenquellen aufgezeigt, Verkehrsschilder erkannt und ganz wichtig: Es wird das Verhalten an der Bushaltestelle erklärt.

Sicherheit im Fokus

Im Fokus steht immer die Sicherheit: Die Kinder lernen, wie gefährlich es sein kann, zu nah am Straßenrand zu stehen oder an der Haltestelle zu toben und den Verkehr nicht zu beachten. Die Kinder erfahren, warum man sich wie im Bus verhält, wie man dem Busfahrer zeigt, dass man aussteigen möchte, wie die Türen aufgehen und was beim Aussteigen zu beachten ist.

Die BusSchule kommt

Die BusSchule gibt es als Unterrichtsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer zum Beispiel von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz oder Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN). In Rollenspielen oder mit Arbeitsblättern, in Gruppen- oder Partnerarbeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler sich die Themen wie Zeitmanagement, Sicher zum Bus kommen oder wie man sich in bestimmten Situationen richtig verhält. Die Broschüren sind unterrichtsübergreifend oder fächerspezifisch aufbereitet, sodass sie problemlos in den Unterrichtsalltag integriert werden können.

Auch für Eltern gibt es hier hilfreiche Tipps und Anleitungen, wie sie ihren Lieben den Einstieg in das Schulbus-Leben erleichtern. Ganz wichtig dabei: das gemeinsame Üben vom Weg zum Bus, das Warten an der Haltestelle oder wie man sich fair und sicher im Bus benimmt.

Kommt dann auch noch tatsächlich die BusSchule in Form eines Schulbusses mit einem speziell ausgebildeten Busfahrer vorbei, können die Kinder direkt ausprobieren und zeigen, was sie schon gelernt haben. Und sie können sinnlich erfahren, was es mit den Tipps der Lehrer und Eltern auf sich hat.

Viele Verkehrsunternehmen sind mit dabei

An der BusSchule vor Ort beteiligen sich etliche Verkehrsverbünde und Verkehrsgesellschaften. So hat zum Beispiel der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) aktuelle Lehrerinformationen und Unterrichtsmaterialien zur BusSchule auf seine Website gestellt. Hier findet man auch das Anmeldeformular, das die BusSchule in die Schule bringt: Die Schule meldet damit online oder per Fax die 1. oder 5. Klassen an. Die BusSchule dauert pro Klasse etwa zwei Stunden und ist kostenlos. Das Angebot der MB Moselbahn richtet sich an die 4. und 5. Klassen und ist ebenfalls über das Anmeldeformular online zu erreichen. 

Wer kein passendes Angebot im Internet findet, so empfiehlt Jördis Gluch von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, sollte es direkt beim zuständigen Busunternehmen versuchen. Mit etwas Glück kommt dann die BusSchule auch hier vorbei.