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Ganz schön steil:

Der Bus fürs Fahrrad

Radfahren ist (neben Wandern) die angesagte Urlaubs- und Freizeitaktivität 2021: Wenn schon Mallorca oder die Karibik erst wieder in den nächsten Jahren dran sind, dann geht es zumindest mit dem Fahrrad oder Elektrorad raus aus dem Homeoffice und ab ins Grüne. Damit es auch mal eine längere oder steilere Tour sein kann, sind im Hunsrück, in der Eifel, an der Sauer, Kyll, Mosel und Ahrspezielle RadBusse unterwegs, die dich zu den Top-Fahrradrouten der Region bequem hinbringen – und auch wieder zurück.

Die Idee ist genial und die Aussichten sind es ebenfalls: Da, wo es schön ist, aber auch anstrengend werden kann, wo man ideal mit Fahrrad oder Elektrorad unterwegs ist, da gibt es auch die RadBusse. Zwanzig RadBusse und der „Vulkan-Expreß“ fahren entlang der attraktivsten Fahrrad-Strecken in Rheinland-Pfalz und bringen dich zu den besten Einstiegspunkten deiner Tour – oder sammeln dich unterwegs auf, falls es doch irgendwann mit der Schönheit genug ist. Und das Beste: Die diesjährige RadBus-Saison startet am 1. April.

Eifel, Mosel, Hunsrück, Ahr

Die RadBusse bringen dich zu den schönsten Rad- und Wandergegenden in Rheinland-Pfalz. So zum Beispiel der Eifel-Ardennen-RadBus: Er fährt zwischen Gerolstein und Sankt Vith in Belgien. Wer also den Eifel-Ardennen-Radweg – zumindest teilweise – abfahren möchte, kann sich vom RadBus von Gerolstein aus hoch in die Eifel bringen lassen und an einer der Haltestellen in unmittelbarer Nähe zum Radweg seine Radtour starten. Auf dem Eifel-Ardennen-Radweg bist du zwischen Sankt Vith und Prüm fast ausschließlich auf alten Bahntrassen unterwegs. Das ist besonders schön, wenn du die Kids dabei hast. Später verläuft die Tour meist auf Wirtschaftswegen und wenig befahrenen Straßen. Der RadBus ist täglich unterwegs, sonntags mit vier Fahrten je Richtung, montags bis freitags sogar mit bis zu neun Fahrten, bei denen jeweils fünf Räder mitfahren können. Elektroräder können auf dieser Buslinie nicht transportiert werden. 

Von der Mosel hoch in die Vulkaneifel bringt dich der RadBus Maare-Mosel. Er fährt zwischen Bernkastel-Kues und Daun. Von Daun aus kannst du auf dem bestens ausgeschilderten Maare-Mosel-Radweg, vorbei an den Maaren, den „Augen der Eifel“, runter zur Mosel fahren. Der RadBus Maare-Mosel fährt täglich zweistündlich von morgens etwa 7 Uhr bis abends gegen 20 Uhr. 

Im Hunsrück ist unter anderem der RadBus Schinderhannesland unterwegs (ab 1. August 2021) und erschließt die reizvollen Landschaften, denen schon Edgar Reitz in seiner preisgekrönten Filmreihe „Heimat“ gehuldigt hat. Von Kastellaun kannst du bis nach Simmern oder noch weiter bis nach bis nach Kirchberg fahren und von dort über den Hunsrück-Radweg und/oder den Schinderhannes-Radweg, der auf der stillgelegten Bahntrasse der Hunsrückbahn verläuft, bis nach Kastellaun zurückzuradeln. 

Von Trier bis Bernkastel-Kues fährt der RadBus Moseltal die kurvenreichen Windungen der Mosel ab und ermöglicht den Radlern, auf dem gut ausgeschilderten Mosel-Radweg in einer entspannten Radtour durch das Flusstal die grandiose Landschaft mit ihren berühmten steilen Weinlagen zu genießen und zu erkunden. Der RadBus Moseltal bietet Platz für bis zu zwanzig Fahrräder – auch Elektroräder – und ist an Wochenenden, Feiertagen sowie in den rheinland-pfälzischen Ferien zwei- bis dreimal täglich unterwegs. 

Die Mosel entlang fahren auch die RadBusse Obere Mittelmosel (Trier – Neumagen-Dhron), Mittelmosel (Neumagen-Dhron – Bernkastel-Kues) und Untere Mittelmosel (Bernkastel-Kues – Traben-Trarbach) mit einem Fahrradkoffer durch das malerische Moseltal. Elektroräder können von diesen Buslinien nicht mitgenommen werden.

Website mit allen Infos

Wie die Strecken der RadBusse aussehen, ist auf der frisch gelaunchten Website www.radbusse.de nachzulesen. Die zwanzig RadBusse plus „Vulkan-Expreß“ sind hier ganz genau beschrieben – mit Detailkarte, Fahrplan, Tarifinfos und Kontaktadressen. 

Wo die RadBusse starten und hinfahren und ob eure Elektroräder in eurem Bus mitfahren dürfen, könnt ihr auch schon auf einen Blick der Übersicht auf der RadBusse-Website entnehmen. 

Übrigens: Die RadBusse werden gemeinsam vom Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und den Verkehrsverbünden Rhein-Mosel (VRM) und Region Trier (VRT) als Arbeitsgemeinschaft angeboten. 

Touren-Tipps entlang der RadBusse

Auf www.radbusse.de findet ihr auch Beschreibungen der schönsten Radtouren, die mit den RadBussen erschlossen werden. Die Touren-Tipps geben die wichtigsten Infos zu den Fahrradrouten und dem passenden RadBus: So kannst du mit der entsprechenden Radtour entlang des Brohltal- und dann des Vulkanpark-Radwegs von Kempenich nach Mayen „Vulkangeschichte erfahren“. Zurück geht es dann mit dem RadBus Nettetal, der samstags, sonntags und feiertags mit je sechs Fahrten pro Richtung unterwegs ist. 

Im Portal findest du auch die Raderlebniskarte mit allen RadBus-Strecken und Radwegen zum Herunterladen.

Besser vorher buchen

Es ist nicht Voraussetzung, aber auf jeden Fall besser: Falls du weißt, welchen Bus du nehmen möchtest, solltest du dein Fahrrad dort vorher einbuchen. Das kannst du ganz einfach auf dem Online-Portal www.radbusse.deoder telefonisch unter 01805 723287 (aus dem Festnetz 14 Cent/Minute und aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent/Minute). Und zwar bis zu zwei Stunden – für einige Linienmindestens vier Stunden – vor Abfahrt. Früher ist natürlich besser. Die Buchungsbestätigung kannst du ausdrucken oder einfach auf deinem Smartphone vorzeigen. Die Buchungsnummer genügt aber auch schon. 

Wenn du den RadBus verpasst oder doch schon einen RadBus früher nehmen oder an einer späteren Haltestelle zusteigen möchtest: Kein Problem, wenn Platz ist. Die Reservierung verfällt zwar, aber die Fahrradkarte ist auf der gebuchten Strecke den ganzen Tag gültig. Falls du nicht vorab gebucht hast, kannst du den RadBus auch benutzen – falls es freie Plätze gibt.

Was kostet der RadBus?

Die Mitnahme deines Fahrrads – egal ob Elektrorad oder klassisch – kostet 3 Euro, Kinderfahrräder für Kinder bis 14 Jahren 2 Euro. Wenn du vorab reservierst – was du tun solltest –, kostet das nur 2 Euro für bis zu fünf Räder. Beim „Vulkan-Expreß“ ist die Fahrradmitnahme sogar kostenfrei. 

Hinzu kommt natürlich noch der Fahrpreis für dich selbst. Deine Fahrkarte kaufst du direkt im Bus oder vorab online zum Beispiel über den DB Navigator.

Und sonst noch 

Klar ist: Auch in den RadBussen gelten die aktuellen Hygienevorschriften. Damit auch sonst der Radtransport reibungslos funktioniert, solltest du 

  • frühzeitig an der Haltestelle sein – am besten schon zehn Minuten vorher, 
  • alle losen Zubehörteile (Fahrradkorb, Lampen etc.) und – wichtig! – den Akku deines Elektrorades abnehmen, bevor der RadBus kommt, und überhaupt
  • komplett fertig sein, wenn der RadBus an der Haltestelle ankommt.

 

Und selbstverständlich: Du solltest dem Busfahrer oder der Busfahrerin beim Verladen der Räder helfen. 

Was du vielleicht noch wissen solltest: Starre Kinderanhänger, Tandems, Liegefahrräder, Fat-Bikes und sonstige Sonderbauten können nicht mitgenommen werden. Das Gleiche gilt für Fahrräder mit Überlänge. Hinweise zum Thema Elektrorad-Mitnahme findest du im Online-Portal www.radbusse.de in der Rubrik Elektroräder.

Noch mehr Tipps zum Radwandern in Rheinland-Pfalz findest du auf www.radwanderland.de.