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Heute: Der neue Rhein-Ruhr-Express

 

Mehr Mobilität für Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Auf und an der Schiene tut sich was: Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) kommt. Das aktuell größte Infrastrukturprojekt rund um den Verkehr auf der Schiene in Nordrhein-Westfalen sorgt auch für eine verbesserte Anbindung des nördlichen Rheinland-Pfalz und von Nordhessen. Es wird sogar noch besser: Das Ganze ist auch noch gut fürs Klima und für die Umwelt. Denn die zusätzlichen Kapazitäten des energiesparenden RRX reichen aus, um 418 Millionen Pkw-Kilometer auf die Schiene zu verlagern und damit die verkehrsbedingten CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. 

Das Ziel: ab 2033 im 15-Minuten-Takt

Bis zum Jahr 2033 soll das alles funktionieren: Nach Plan startet dann zwischen Köln und Dortmund alle 15 Minuten ein RRX und sorgt für schnelle, pünktliche und emissionsarme Verbindungen durch Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind sieben RRX-Linien geplant, für die allerdings noch die Infrastruktur vorbereitet werden muss. Im Klartext: Es wird gebaut – und das nicht zu knapp – an Strecken und auf Bahnhöfen. Obwohl das alles noch dauert, profitieren einige Menschen jetzt schon vom RRX – zum Beispiel die Pendler zwischen Koblenz und Köln.

 

Die Lage: RRX zwischen Wesel und Koblenz

Denn im nördlichen Rheinland-Pfalz sausen die ersten RRX bereits durch die Landschaft: Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Juni 2020 fahren auf der Linie RE 5 zwischen Wesel und Koblenz zwölf der neuen Fahrzeuge. Das ist kein Zufall, denn die Fahrgäste auf dieser Strecke mussten sich in der Vergangenheit besonders häufig über Verspätungen ärgern. Deshalb haben der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) in Abstimmung mit dem neuen Betreiber National Express das Betriebskonzept angepasst. 

Der Plan: mehr Sitzplätze, weniger Verspätungen 

Erste gute Nachricht für alle Fahrgäste: Es gibt mehr Platz. Die neuen RRX-Züge fahren in der Regel mit zwei Zugteilen und bieten damit über 800 Sitzplätze – rund 200 Plätze mehr als im bisherigen Regelbetrieb. Das entspannt nicht nur die Platzwahl, sondern spart auch noch Zeit. Ein An- und Abkoppeln zusätzlicher Fahrzeuge ist nicht mehr notwendig – und das hilft, im Zeitplan zu bleiben. 

 

Die Züge: sauber, leise und komfortabel 

Auf den RRX-Strecken fahren von Siemens entwickelte neue Elektrotriebzüge vom Typ Desiro HC (HC steht für „High Capacity“ – wegen der hohen Sitzplatzkapazität) – besonders energiesparend, geräuscharm und komfortabel ausgestattet. Die Ein- und Ausstiege sind ebenerdig, es gibt WLAN an Bord und Multifunktionsräume mit ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Fahrrädern und schwerem Gepäck. Auch der Mobilfunkempfang wurde verbessert, an den Sitzplätzen gibt’s Steckdosen und ein Videoüberwachungssystem gibt allen ein gutes Sicherheitsgefühl. 

Die Infrastruktur: modern und barrierefrei 

Bevor der RXX auf allen Strecken Tempo machen kann, musste und muss weiterhin gebaut werden – in Rheinland-Pfalz zum Beispiel an den Bahnhöfen von Remagen, Sinzig und Bad Breisig. Für mehr Gleiskapazität, barrierefreie Bahnsteige, barrierefreie Zugänge zu den Stationen und zusätzlichen Lärmschutz entlang der Strecken – unter anderem. Auch die Dimensionen wachsen, denn mit 220 Metern sind die neuen RRX-Züge deutlich länger als die bisher eingesetzten Fahrzeuge. 

Aufwand und Investitionen, die sich auszahlen werden: Sind die Baumaßnahmen abgeschlossen, erreicht der Zugverkehr im nördlichen Rheinland-Pfalz, in Nordrhein-Westfalen und Nordhessen ein ganz neues Level. Dann sorgen die neuen RRX-Züge auf sieben Strecken im 15-Minuten-Takt für optimale Verbindungen – schneller und zuverlässiger, komfortabler und besonders umweltfreundlich.