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Mit Rad in Bus und Bahn

Du bist gern überall flexibel und hast deswegen dein Fahrrad am liebsten immer dabei? Wir kommen dir in Bus und Bahn in Rheinland-Pfalz entgegen, wo es möglich ist. Alles, was du rund um das Thema Fahrradmitnahme wissen solltest, haben wir hier für dich auf einen Blick zusammengefasst.

Wann darf das Fahrrad mit?

Ab 9 Uhr morgens, an Wochenenden und Feiertagen fährt dein Fahrrad im Nahverkehr in Rheinland-Pfalz in der Regel kostenfrei mit. Zwischen 6 und 9 Uhr heißt es aber: Mitnahme nur mit gültigem Fahrrad-Fahrschein erlaubt.

Welchen Fahrschein du für dein Rad benötigst, ist je nach Anbieter unterschiedlich. Informiere dich am besten vor der Fahrt auf den Internetseiten deines Verbundes. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) beispielsweise weist Vielnutzer zudem auf die Möglichkeit einer eigenen Jahreskarte für deinen Drahtesel hin.

Hier geht es direkt zu den Seiten der Verkehrsverbünde: www.vrminfo.dewww.rnn.infowww.vrt-info.dewww.vrn.dewww.kvv.de.

Gibt es Ausnahmen?

Im Gegenzug ist deine volle Flexibilität gefragt. Denn ob dein Zweirad mitreisen kann, ist vor allem eine Frage des Platzes. Und der ist besonders in den Pendlerzeiten zwischen 6 und 9 Uhr eng. In vielen Bussen dürfen Räder daher in diesen drei Stunden grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Ohnehin ist der Platz für Zweiräder in Bussen eingeschränkter als in Zügen. 

„Fahrräder müssen draußen bleiben“ kann es daher in einigen Bussen auch während der Stoßzeiten des Schülerverkehrs heißen. Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) weist beispielsweise darauf hin, dass der Fahrradtransport aus diesem Grund bei ihnen bis 9 Uhr und zwischen 11.30 und 14 Uhr nicht möglich ist. 

Grundsätzlich gilt zudem: Kinderwagen und Rollstühle haben immer Priorität. Es kann also passieren, dass du nur ohne Rad einsteigen kannst oder Bus und Bahn wieder verlassen musst, wenn zusteigende Reisende andernfalls keinen Platz mehr haben. 

Damit das eher die Ausnahme ist, hat Rolph in den vergangenen Jahren viele neue Züge angeschafft, die mit ihren größeren Mehrzweckabstellflächen mehr Platz bieten – auch für dich und dein Fahrrad.

Perfekt für Radtouren: RadBusse

Als Ausflugshelfer sind im Norden von Rheinland-Pfalz rund zwanzig RadBusse www.radbusse.de im Einsatz. Sie sind mit besonderen Anhängern oder Trägervorrichtungen für Fahrräder ausgestattet. 

Für diese Busse kannst du online oder telefonisch noch bis zu zwei Stunden vor deinem Fahrtantritt einen Platz für deinen Drahtesel reservieren. Für eine Fahrt mit den RadBussen Ruwer-Nahe (Linie 200) und Ruwer-Hochwald (Linie 222) brauchst du etwas mehr Vorlauf: Hier kannst du bis zu vier Stunden vorher reservieren. Wegen der großen Beliebtheit der RadBusse solltest du von der Reservierungsmöglichkeit unbedingt Gebrauch machen. 

Mit einer einmal gebuchten Fahrradkarte darfst du dann auch einen früheren oder späteren Bus nehmen. Allerdings verfällt dann dein Platzanspruch und es kann schon einmal eng werden, denn: Reserveplätze für Spontanfahrer gibt es nicht. 

Besonderheiten bei E-Bikes und Co.

Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Während dein Klapp- oder Faltrad meist als Gepäckstück durchgeht, sind andere Radtypen wesentlich anspruchsvoller – und das nicht nur, was ihren Platzbedarf angeht. 

So kannst du dein E-Bike oder Pedelec nur in ausgewählten Bussen mitnehmen. Der Grund: Fährt der Bus mit Hecklast, fällt dein Rad einfach zu sehr ins Gewicht. 

Auch bei deiner Fahrt mit einem RadBus kann es Einschränkungen geben. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du direkt bei der Buchung angibst, dass du mit E-Bike/Pedelec unterwegs bist. Dann werden dir automatisch nur die Linien angezeigt, die für einen Transport infrage kommen. 

Anders sieht es für Tandem, Liegefahrräder und Fatbikes aus: Die werden grundsätzlich nicht an Bord gelassen. Anhänger hingegen sind erlaubt, wenn du sie während der Fahrt platzsparend zusammenklappst. 

Tipps für Vielfahrerinnen und Vielfahrer

Wenn du regelmäßig mit Bahn, Bus und Rad unterwegs bist, kann sich die Anschaffung eines Klapp- oder Faltrades lohnen. Diese speziellen Räder gelten meist als Gepäckstück. Informiere dich dazu bei deinem jeweiligen Verkehrsverbund. Vorausgesetzt natürlich, dass du sie auch tatsächlich auf die minimale Größe zusammenklappst oder -faltest.

Steuerst du immer dasselbe Ziel an oder planst eine längere Radtour ab einer Haltestelle? Dann informiere dich doch, ob es vor Ort einen Fahrradverleihgibt. Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) zum Beispiel hat auf seiner Homepage sogar eine Übersicht für die Region zusammengestellt.

An einigen Orten gibt es darüber hinaus Bike-Sharing-Angebote, mit denen du flexibel auf zwei Rädern unterwegs sein kannst. Das geht zum Beispiel mit „Call a Bike“ von der Deutschen Bahn (www.callabike.de), etwa in Mainz. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat bereits angekündigt, sein regionales Fahrradvermietungssystem „VRNnextbike“ für dich auszubauen. 

Kommt für dich nur dein eigenes Rad infrage, solltest du vor Fahrtantritt unbedingt nach einer sicheren Fahrrad-Abstellmöglichkeitin der Nähe deiner Haltestelle gucken. Dann kannst du es kurzfristig sicher abstellen, falls es heißt: Voll ist voll. An einigen Orten stehen für diesen Fall Fahrradstationen oder -garagen zur Verfügung. Ein spezielles Fahrradparkhaus gibt es zum Beispiel am Bahnhof in Bad Kreuznach. Alternativ kann dir eine vorsorglich eingepackte Radkarte für die Region zeigen, wie du dein Ziel bei Bedarf auch mit eigener Muskelkraft auf dem schnellsten Weg erreichst. 

… und für deinen Radurlaub

Wenn du die Anreise für einen längeren Radurlaub per Zug planst, kannst du in den Zügen der Deutschen Bahn (DB) auch den Gepäckservice in Anspruch nehmen. Dein Fahrrad reist dann einfach vor und wartet an deinem Wunschziel auf dich, während du ganz entspannt auf der Schiene unterwegs bist. Sogar die passende Fahrradverpackung bietet die Deutsche Bahn als Buchungsoption an.

Auf einen Blick: Unsere Checkliste für Radler

Mit diesen Tipps und Regeln sorgst du dafür, dass deine Reise mit dem Fahrrad für dich und deine Mitreisenden reibungslos verläuft: 

Vor deiner Fahrt

  • Informiere dich auf den Internetseiten des jeweiligen Verkehrsverbundes, ob die Linie, mit der du fahren möchtest, grundsätzlich Fahrräder mit an Bord nimmt.
  • Recherchiere auf den Internetseiten des jeweiligen Verkehrsverbundes oder frage beim Ticketkauf, welchen zusätzlichen Fahrschein du für deinen Drahtesel benötigst.
  • Schaue vor Ort, wo du dein Fahrrad schnell und sicher abstellen kannst, falls Zug oder Bahn bereits voll sind.
  • Wenn du mit E-Bike/Pedelec unterwegs bist: Informiere dich besonders bei einer Fahrt mit dem Bus, ob du dein Rad mitnehmen darfst. 
     

Bei deinem Einstieg

  • Achte darauf, ob es spezielle Fahrradabteile gibt, die du nutzen kannst. Entsprechende Icons geben schnell Auskunft.
  • Entferne sperrige Gegenstände wie Gepäcktaschen, Fahrradkörbe und Co. von deinem Rad und transportiere sie separat, damit dein Einstieg reibungslos abläuft.
  • Frage eventuell bereits vor Eintreffen des Busses/der Bahn einen mit dir wartenden Mitreisenden, ob er oder sie dir helfen kann, damit dein Einstieg schneller geht.
     

Während deiner Fahrt

  • Stelle dein Fahrrad so ab, dass es sicher steht und keine Mitreisenden behindert.
  • Behalte die Situation immer im Blick und sei bereit, jederzeit Platz für Mitreisende, besonders Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie für Kinderwagen zu machen.
  • Bleibe immer in unmittelbarer Nähe deines Rades.

 

… und habe bei deiner Fahrt mit Rad immer einen Plan B parat. Auf jeden Fall einen Müsliriegel und eine gefüllte Trinkflasche, falls du einmal länger warten oder doch noch selbst in die Pedale treten musst, um an deinem Ziel anzukommen.