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Stadtradeln für ein gutes Klima

Mit anderen gemeinsam etwas auf die Beine stellen, draußen Spaß haben – und das trotz Corona? Ja, das gibt es! Das Stadtradeln findet auch dieses Jahr statt und zwar noch bis Ende Oktober. Die ersten Kommunen in Rheinland-Pfalz rüsten sich schon für den S

21 Tage radeln für ein gutes Klima

Bei dem Wettbewerb, den das Klima-Bündnis seit 2008 jährlich ausruft, geht es darum, innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen und dabei die Kilometer zu zählen. Mitmachen kann jeder: Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Kommunen, in denen die Menschen wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder zur Schule gehen, sich für das STADTRADELN angemeldet haben. Bundesweit sind das dieses Jahr mehr als 600 Kommunen, 40 davon in Rheinland-Pfalz. 

Ingelheim macht den Auftakt

Als erste rheinland-pfälzische Kommune geht Ingelheim an den Start: Am 30. Mai eröffnet die Stadt den STADTRADELN-Wettbewerb für 21 Tage, gefolgt von Kaiserslautern am 3. Juni. Etliche Kommunen starten allerdings erst im September, die STADTRADELN-Organisatoren haben wegen Corona den Zeitraum für den Wettbewerb bis 31. Oktober verlängert. 

Dass das STADTRADELN in diesem Jahr gut angenommen wird, darauf vertraut Erich Dahlheimer, seit Februar 2009 Fahrradbeauftragter der Stadt Ingelheim: „Wir stellen fest, dass zurzeit auf den Radwegen viel mehr los ist als sonst. Darüber freuen wir uns. Und wir hoffen, dass möglichst viele auch an dem Wettbewerb teilnehmen.“

Allein und doch im Team

In Ingelheim wie in allen anderen Kommunen muss jeder, der mitmachen will, sich online registrieren. Hier kann jeder sich einem Team zuordnen oder selbst ein Team gründen (dazu braucht jeder mindestens einen Mitstreiter). Ist kein passendes Team dabei, gehört jeder zum „offenen Team“ der Stadtverwaltung. 

Die während der 21-Tage-Challenge erradelten Kilometer können mit einem Kilometerzähler, dem Fahrradcomputer, der STADTRADELN-App oder einem Radroutenplaner (zum Beispiel Naviki) ermittelt oder einfach auch geschätzt werden. Fairplay und Ehrlichkeit sind auch hier Ehrensache und damit selbstverständlich.

Und was ist mit Corona?

Geradelt wird wegen Corona allerdings allein, zu zweit oder als Familie: Jeder Kilometer zählt, ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder einfach die Spazierfahrt – auch mit dem (nicht zulassungspflichtigen) E-Bike. Die gesammelten Kilometer zählen für das ganze Team. 

„Wir verzichten natürlich dieses Jahr auf die Auftaktveranstaltung oder sonstige gemeinsame öffentliche Aktionen“, erklärt Dahlheimer. „Das Stadtradeln selbst ist unproblematisch: Wichtig ist, dass sich alle an die coronaüblichen Auflagen und Abstandsregeln halten.“ 

Wer gewinnt?

Den Wettbewerb gewinnen eigentlich alle: das Klima, die Umwelt und alle Radelnden. Darüber hinaus wird (in fünf Größenklassen) unter anderem die fahrradaktivste Kommune mit den meisten gefahrenen Kilometern vom Klima-Bündnis ausgezeichnet. Die einzelnen Kommunen vergeben weitere Preise zum Beispiel für die besten Teams und die fleißigsten Radfahrerinnen und Radfahrer.