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Rolphen auf zwei Rädern

Mit dem Rad per Bus und Bahn

Ob als Berufspendler oder Ausflügler: In den meisten Nahverkehrszügen, vielen Bussen und Straßenbahnen kannst du dein Fahrrad mitnehmen. Wir zeigen dir, auf was du achten solltest und was dir beim Rolphen auf zwei Rädern im ÖPNV hilft.

Bahnfahren mit Rad

Mit dem Rad zur Bahn und vom Bahnhof zum Zielort ist ziemlich praktisch und auch zeitlich meist nicht zu toppen. Aber geht das überhaupt, das Rad mit in den Zug zu nehmen?

Ja, das geht. Vorausgesetzt: Es ist genug Platz. In den Nahverkehrszügen in Rheinland-Pfalz kannst du dein Bike montags bis freitags nach 9 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen rund um die Uhr kostenlos mitnehmen. Musst du zur Rushhour mit der Bahn unterwegs sein, brauchst du für dein Fahrrad ein Ticket.

Wo dein Fahrrad in den Zug darf, erkennst du in der Regel an dem Fahrradsymbol außen am Zug. Unter dem Symbol kannst du sogar oft sehen, wie viele Fahrräder mitgenommen werden können. In der Regel passen 12, manchmal sogar 24 Räder in den Zug. Meist teilst du dir dein Abteil mit anderen Fahrgästen, Gepäck und möglicherweise mit Rollstühlen und Kinderwagen. Reicht der Platz nicht für alle, muss der Biker auf den nächsten Zug warten.

Um zu vermeiden, dass dir das passiert, solltest du antizyklisch fahren: also nicht gerade am Freitagnachmittag oder Sonntagabend. Aber dennoch unbedingt einen Zeitpuffer einplanen.

Wenn möglich, informierst du dich vorab online oder telefonisch, wie die Situation am Bahnhof ist: Gibt es Fahrstühle, in die das Rad passt? Wie kommst du am besten mit dem Fahrrad auf den Bahnsteig? Und wie sieht es am Umsteigebahnhof aus?

Busfahren mit Rad

Ziemlich ähnlich ist das Thema Fahrradmitnahme in den Bussen geregelt: Grundsätzlich kannst du das Rad mitnehmen, vorausgesetzt, es gibt genug Platz. Wollen Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen mitfahren, haben diese Fahrgäste Vorrang. Ist der Bus zu klein oder hat keine Stellplätze, geht es natürlich auch nicht.

Wenn du nicht zur Rushhour werktags vor 9 Uhr unterwegs sein musst, ist die Fahrradmitnahme in den Bussen und Straßenbahnen des ÖPNV in der Regel sogar kostenlos.

RegioRadler

Ein besonderes Angebot gibt es für Ausflügler während der Saison: spezielle Fahrradbusse, die extra so ausgestattet sind, dass sie Radfahrerinnen und Radfahrer mitnehmen können. Die „RegioRadler“ sind in der Eifel und im Hunsrück unterwegs und fahren entlang der Mosel, Ruwer, Ahr, Sauer und Lahn. Die Tickets fürs Rad gibt’s beim Busfahrer.

Willst du vor 9 Uhr wie alle anderen Pendler mit dem Fahrrad in den Bus oder die Straßenbahn, musst du prüfen, ob das auf deiner Strecke geht: Auf manchen Linien kannst du werktags zwischen 6 Uhr und 9 Uhr das Fahrrad gar nicht mitnehmen. Bei anderen musst du ein Ticket kaufen. Und mitfahren kannst du auch nur, wenn genug Platz ist. Schau unten auf die Tabelle, wie das in deiner Region geregelt ist.

Bike + Ride

Ist es zu stressig oder zu voll, um das Rad mit in den Bus oder Zug zu nehmen, dann kannst du es an den meisten Bahnhöfen kostenlos auf einer „Bike+Ride“-Anlage abstellen. Hier gibt es gegen eine geringe Mietgebühr oft auch extra gesicherte und überdachte Plätze oder sogar spezielle Fahrrad-Garagen.

Wie zum Beispiel in Ingelheim, dort ist in der Nähe des Bahnhofs ein Fahrrad-Parkhaus für 400 Räder. Oder am Bahnhof Trier, wo die neue Fahrradstation gegen einen kleinen Obolus 160 Garagenplätze für Räder bereithält. Hier kannst du sogar in der angeschlossenen Werkstatt Probleme mit deinem Rad beheben lassen.

Auch in der Landeshauptstadt Mainz entsteht zurzeit für Radler ein Fahrrad-Parkhaus am Hauptbahnhof mit mehr als 1.000 Plätzen. An anderen Stellen gibt es große Metallbügel zum sicheren Anschließen oder sogar ein Fahrradpavillon, in dem trockene und sichere Parkplätze gemietet werden können.

Für überdachte Plätze oder abschließbare Fahrradboxen wird in der Regel eine kleine Parkgebühr erhoben. Manche Plätze kann man pro Woche, pro Monat oder sogar für ein ganzes Jahr mieten. Meist ist hierfür die Stadt oder die Gemeinde zuständig. Wie es an deinem Startpunkt aussieht, erfährt du bei deinem Verkehrsverbund oder auf der Website der Stadtverwaltung.

Am Zielort kannst du dann in vielen Städten auf ein Mietrad umsteigen und das schon sehr oft am Bahnhof. In immer mehr Städten gibt es zusätzlich Mietfahrräder verschiedener Anbieter, die an zentralen Plätzen der Stadt zu finden sind. Wo das genau ist und wie du zu einem Mietrad kommst, erfährst du in der Regel auf der Website der Stadt wie zum Beispiel für Mainz, Trier, Ludwigshafen, Koblenz oder Kaiserslautern.

Rolph zeigt dir schon einmal, wie das beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) mit dem Fahrradmietsystem „VRNnextbike“ funktioniert: www.rolph.de/magazin/vrnnextbike.

Mit dem Fahrrad in den Bus: Welche Regeln gelten wo?

In den verschiedenen Verkehrsverbünden gibt es teilweise unterschiedliche Regelungen, wann du dein Rad mitnehmen kannst und was das kostet. Hier ein Überblick: