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Rolphs Corona-Update

Ist das Zugfahren in Zeiten von Corona eigentlich besonders riskant? Spoiler: Absolut nicht – sagt eine aktuelle Studie der Charité Research Organisation (CRO). In Bussen und Bahnen wird nach wie vor größter Wert auf penible Reinigung gelegt.

Rheinland-Pfalz schafft die Voraussetzungen für ein größeres Platzangebot im Schülerverkehr. Und um die geltenden Hygiene-Regeln besser durchzusetzen, sind verstärkte Kontrollen und höhere Bußgelder geplant. Hier informiert euch Rolph über die aktuelle Corona-Lage im Nahverkehr von Rheinland-Pfalz. 


Studie zeigt: Züge sind kein Risikogebiet

Im Rahmen einer aktuellen Studie der Charité Research Organisation (CRO) wurden rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus drei Berufsgruppen im Fernverkehr der Deutschen Bahn auf akute und überstandene SARS-CoV-2-Infektionen getestet: Zugbegleitpersonal (mit häufigem beruflichem Personenkontakt), Triebfahrzeugführer (mit wenig beruflichem Personenkontakt) und Handwerker in Werkstätten und Betriebshöfen (mit eher gleichbleibendem Kontakt zu Kollegen). 

Das Ergebnis: Während bei 2,5 Prozent der Triebfahrzeugführer und 3 Prozent der Handwerker Antikörper nachgewiesen werden konnten, lag die Quote bei den Zugbegleitern mit 1,3 Prozent noch einmal deutlich niedriger. Lediglich bei einem Handwerker wurde eine akute Infektion nachgewiesen. Diese Verteilung stimmt mit entsprechenden Untersuchungen aus anderen Lebensbereichen überein und liefert keine Hinweise für ein erhöhtes Infektionsrisiko in Zügen – selbst bei langer Aufenthaltsdauer und zahlreichen persönlichen Kontakten. Oder kurz gesagt: Züge sind kein Risikogebiet. 

 

Fahrzeuge: Reinigungsfrequenz bleibt hoch

Die Hygiene in den Fahrzeugen bleibt ein großes Thema. Damit ihr mit einem guten und sicheren Gefühl unterwegs sein könnt, wird die Reinigungsfrequenz dort hoch gehalten. Konkret heißt das: Busse und Bahnen werden nach wie vor deutlich öfter und intensiver gereinigt als in Vor-Corona-Zeiten. Neben den klassischen Reinigungsarbeiten werden dabei zum Beispiel sämtliche Kontaktflächen teilweise mehrmals täglich penibel gesäubert und desinfiziert – jede Haltestange, jeder Griff und jede Taste. 

 

Schülerverkehr: Zusätzliche Busse für mehr Abstand 

Damit im Schülerverkehr auch bei hoher Auslastung mehr Abstand gehalten werden kann, hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz beschlossen, die Fahrgastkapazitäten bei der Schülerbeförderung deutlich zu erhöhen. Dazu stellt das Land Haushaltsmittel zur Verfügung, mit denen zusätzlich rund 250 Busse eingesetzt werden können. Für Umsetzung und Koordination sind die Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Sie entscheiden, wo, wann und in welchem Umfang die zusätzlichen Busse tatsächlich zum Einsatz kommen. 

 

Maskenpflicht: Im Visier der Kontrolleure 

Hygiene-Regeln durchzusetzen ist gut. Wenn alle sie von vornherein beachten würden, wäre das noch besser. Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung in Bus und Bahn Pflicht ist, dass man beim Ein- und Aussteigen nicht drängelt und sich in den Fahrzeugen so gut wie möglich verteilt, um Abstand zu den anderen Fahrgästen zu halten. Als kleine Gedankenstütze hat Rolph unter anderem Plakate und Aufkleber platziert – in Bahnhöfen, an Haltestellen und natürlich auch in den Fahrzeugen.

 

Damit die geltenden Hygiene-Regeln noch besser eingehalten werden als bisher, sind verstärkte Kontrollen in Zügen und Bussen durch Ordnungsämter und Bundespolizei in Planung. Auch die Bußgelder bei fehlendem Mund-Nasen-Schutz sollen von bisher 10 Euro auf 50 Euro steigen. Was ihr tun könnt, wenn ihr jemandem mit falsch getragener oder ganz ohne Maske seht: Sprecht die Person freundlich darauf an. Meist steckt dahinter keine böse Absicht, sondern einfach eine Gedankenlosigkeit, die sich schnell beheben lässt. Denn gesund bleiben wollen wir schließlich alle.