Zurück nach oben scrollen

Virtuell verreisen in die ganze Welt!

Bis zum Urlaub ist es doch noch eine Weile hin? Oder du möchtest dich einfach schon einmal einstimmen, im Kopf reisen und die schönsten Ecken der Erde ansehen? Die Chinesische Mauer erwandern, durch Schottland reisen und ausgewählte Whiskys probieren, die coolsten Städte erkunden oder die schönsten Museen der Welt besuchen – und das alles klimaschonend und ohne Pandemieauflagen?

Das geht. Und zwar ganz bequem und unkompliziert per Internet von der Couch aus. Rolph erklärt, wie man online verreist und was die virtuellen Reise-Tools können.

Du brauchst: ein Tablet, einen Laptop oder PC. Ein Smartphone genügt meist auch schon. Natürlich einen Internet-Zugang. Ganz wichtig: eine Couch oder deinen Lieblingssessel, ein schönes Glas Rotwein, Pfefferminztee, was du sonst gerne magst oder was zu deiner Reise passt. Dann kann es schon losgehen.

Kunstreise per App

Pompeji, das Tadsch Mahal, Stonehenge und die schönsten Museen der Welt sind mit Google Arts & Culture zu erreichen. Du kannst dein Lieblingsmuseum besuchen, durch die Säle schlendern und die Highlights und besonderen Schönheiten heranzoomen und en détail bewundern. Gut recherchiertes Storytelling machen deinen virtuellen Ausflug zu einem nachhaltigen Erlebnis. 

Du besuchst also das MoMA, das Museum of Modern Art, in Midtown Manhattan. Es gibt eine Ausstellung zu Sophie Taeuber-Arp (1889–1943). Sie war Malerin, Bildhauerin, Designerin, Architektin und Tänzerin. Sie gehörte zur Avantgarde und sie war Dadaistin. Das MoMA zeigt ihre vielseitige, interdisziplinäre Kunst, erläutert die Hintergründe und ordnet ein. Die Ausstellung ist natürlich auf Englisch, doch Google bietet, wenn du willst, eine gute Übersetzung. 

Mit „Google Arts & Culture“ kannst du die Kulturschätze von über 2.000 Kultureinrichtungen in 80 Ländern erreichen. Ob du über das Web einsteigst oder mit einer App das Tool benutzt: „Google Arts & Culture“ ist kostenlos.

Entdecke die Welt

Mit dem gleichen Tool kannst du auch Städte oder bemerkenswerte Orte besuchen. Du findest dann die Kunst dieses Ortes und, falls vorhanden, einen Übergang zum „Street View“. „Street View“ ist ebenfalls ein Tool von Google, mit dem du Städte, Museen, Sehenswürdigkeiten und sogar Gebäude und Geschäfte erkunden kannst. „Street View“ läuft über Google Earth oder Google Maps und zeigt für bestimmte Orte Panoramaaufnahmen und 360-Grad-Views, die von Google und von Nutzern erstellt wurden. 

Auf „Street View“ findest du auch Geschichten und kleine Touren. Du kannst virtuell nach Japan reisen und eindrucksvolle Burgen, historische religiöse Stätten und atemberaubende Naturwunder entdecken. Bei deinem ersten Besuch erkundest du die kleine Insel Yakushima. Die Tour beginnt in einem Zedernwäldchen. Du kannst dich genau umsehen. Dann folgst du einer steilen Holztreppe hoch zu einem Aussichtspunkt. Alles ist verschneit. Der Wanderweg führt zur Zeder Jōmon Sugi. Das Tool informiert dich über die Besonderheiten: Der Baum ist vermutlich 7.000 Jahre alt. Er wurde nach dem prähistorischen Volk der Jōmon benannt, das früher auf der Insel lebte.

Auch „Street View“ ist kostenlos und bietet Millionen von Panoramabildern, die teilweise zu Storys, Geschichten und Touren zusammengefasst sind. Natürlich kannst du aber auch einfach über „Google Maps“ zu deinem Lieblingsort gehen, das kleine gelbe Männchen unten rechts, den sogenannten Pegman, an den gewünschten Platz ziehen und gucken, was es zu sehen gibt: Vielleicht ist es ein Restaurant, eine Shoppingmall, ein Denkmal oder ein Museum.

Mit dem Auto virtuell unterwegs

Wer es mag, mit dem Auto durch die Stadt zu kurven, kann dieses Erlebnis in mehr als 50 Städten der Welt haben. Auf dem Videoportal Drive & Listen fährst du durch Barcelona oder auf Hawaii, durch New York City oder Nizza, mit oder ohne Straßengeräusche, mit lokalem Radiosender oder ohne.

Die Dashcam zeigt dir Stadt und Leute, wie sie sind – ein herrlich unkompliziertes Erlebnis, wenn auch nicht immer die allerschönsten Ecken der Metropolen zu besichtigen sind. Nah am Leben eben. Die virtuelle Mitfahrgelegenheit ist übrigens kostenlos. Eine kleine Spende ist erwünscht.

Safari mit der Webcam

Virtuelle Reise-Angebote gibt es für alles, was man sich wünschen kann: eine Safari in Südafrika, eine Tour über die Chinesische Mauer oder mit dem Hubschrauber über New York City. Wie man dahin kommt, kann ganz unterschiedlich sein: sei es einfach als Videotour, per aktueller Webcam, als Storytelling oder über ein Video-Konferenz-Tool individualisiert und live begleitet. Unterschiedlich sind daher auch die Preise: von kostenlos über den Wunsch nach einer kleinen Spende bis hin zu einem Kostenbeitrag. 

Denn auch kommerzielle Reiseanbieter haben den Trend entdeckt. Ob virtuelle Reisen durch Mittel- und Südamerika mit „Rum-Tasting“ oder Online-Besuche in Moskau und Sankt Petersburg mit „Live-Führungen“ – die Welt steht jenen offen, die über ein Tablet, einen Laptop oder PC verfügen. Preiswerter als der Vor-Ort-Aufenthalt ist das allemal: Ab 45 Euro kann man einen virtuellen Reise-Abend durch Schottland (mit „Whisky-Tasting“!) buchen oder für 69 Euro Marokko erleben.

Nachhaltig urlauben

Den virtuellen Urlaub hat das Zukunftsinstitut um Gründer Matthias Horx schon vor Jahren als Mikrotrend entdeckt. Corona und die Klimakrise haben das kontaktlose Verreisen befeuert: Die neue Freizeitaktivität ist schließlich nachhaltig, lässt uns dennoch die Welt entdecken und beschert ein eindrückliches Erlebnis.

Virtuelles Reisen kann aber noch mehr: die Zeit zum nächsten Urlaub verkürzen und die Vorfreude steigern. Man kann den virtuellen Urlaub verschenken, als netten Reise-Abend mit Freunden verbringen oder auch alleine erleben als Sehnsuchtsabend zum Träumen. Denn das Reisen beginnt zuallererst im Kopf.