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Weihnachten ist überall

Du bist traurig, weil dein Lieblings-Weihnachtsmarkt abgesagt wurde? Wir sind es auch. Rolph hätte dich wie immer sehr gerne hingebracht. Jetzt verrät er dir, wie du dir das Vorweihnachts-Feeling nach Hause holst: Mit ein paar einfachen Vorbereitungen kannst du für dich und deine Lieben eine schöne Weihnachtsmarkt-Atmo zaubern. 

 

Die Deko fürs Feeling

Zunächst solltest du dich um das Ambiente kümmern. Ein richtiger Weihnachtsmarkt braucht schönes Licht. Mit einer Lichterkette im Ficus benjamina, Gummibaum oder am Regal hast du schon einmal einen guten Anfang. Ein paar Tannenzweige, schöne Glaskugeln, hübsch drapiert, und vielleicht sogar eine kleine Holzkrippe geben deinem Lieblingszimmer das vorweihnachtliche Flair. 

Fehlen darf natürlich auch nicht die Musik. Hier hast du die große Chance, die Musik, die du magst, laufen zu lassen – oder du machst es ganz klassisch und streamst dir die beliebteste Weihnachtsmusik oder holst dir die passende CD.

Kein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein

Damit ist es natürlich noch nicht getan. Ohne Glühwein geht ein Weihnachtsmarkt gar nicht. Trotzdem kann man alternativ auch einen schönen Tee oder Kinderpunsch trinken. – Für den Glühwein allerdings hat Rolph ein paar Tipps für dich. 

Punkt eins ist klar: Je besser der Wein, desto besser der Glühwein. Zum Glück wohnst du in Rheinland-Pfalz. Das Land ist „das“ Weinbauland in Deutschland. Auch wenn man Glühwein mit Weißwein machen kann (von dem es höchst leckeren in den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten gibt): Ein richtiger Glühwein ist rot. 

Rotwein, der einen guten Glühwein ergibt, ist zum Beispiel von der Rebsorte Dornfelder (wenn’s kräftiger sein soll), Spätburgunder beziehungsweise Pinot Noir (vollmundig) oder Merlot (weich, fruchtig) und kommt aus Rheinhessen oder der Pfalz, von der Mosel, Nahe oder Ahr oder vom Mittelrhein. Kein Fehler ist es, auch hier nach Bio-Qualität zu schauen. 

Dazu noch die richtigen Gewürze, die du magst, in guter Qualität, wie zum Beispiel klassisch Zimt, Sternanis, Gewürznelke und Kardamom oder alternativ Vanilleschote, Ingwer, roter Pfeffer oder Chili oder was dir sonst dazu schmeckt.

Gebrannte Mandeln selbst gemacht

Zum richtigen Weihnachtsmarkt-Feeling gehören auch Leckereien wie kandierte Äpfel, Lebkuchen, Zimtsterne oder gebrannte Mandeln. Damit komplettierst du deinen Privat-Weihnachtsmarkt. 

In einer halben Stunde kannst du recht einfach selbst gebrannte Mandeln herstellen. Man braucht wirklich nicht viel, aber ein paar Dinge sollte man beachten. Hier ein Rezept, das du natürlich auch noch variieren kannst:
 

Du brauchst: 

  • 120 g Zucker (weiß und braun gemischt)
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL Vanillezucker
  • ½ TL Zimt
  • Gegebenenfalls 1 Messerspitze Kardamom 
  • 1 Messerspitze Salz
  • 200 g Mandeln (am besten blanchiert)
  • Hohe Pfanne oder einen Topf
  • Etwas Backpapier



So geht’s:

Zucker, Wasser und Gewürze verrühren und aufkochen. Zucker so lange kochen lassen, bis er komplett aufgelöst ist. In die heiße Zuckermasse die Mandeln geben und gleichmäßig verrühren. Bei hoher Hitze die Zuckermandeln köcheln lassen und dabei immer weiter kräftig rühren, bis das Wasser vollständig verdampft ist. Hitze reduzieren. Die Mandeln sind jetzt zuckrig (und knistern) und du musst mehrere Minuten rühren, bis der Zucker sich wieder auflöst und in der Pfanne karamellisiert. Achtung: Anbrenngefahr! Pfanne vom Herd nehmen und die Mandeln auf Backpapier ausbreiten und etwas abkühlen lassen. 

Alternativ kannst du es auch mit anderen Zutaten ausprobieren: zum Beispiel mit Kokos, Chili oder Ingwerpulver. 

Wenn du dir unsicher bist, wie es geht: Auf YouTube findest du jede Menge Videos dazu.

Zimtsterne vom Himmel holen

Hast du ein bisschen mehr Zeit, kannst du auch noch ein paar Zimtsterne backen – die schmecken himmlisch. Vorbereiten und backen dauern etwa eine Stunde, dazwischen muss der Teig ruhen und kalt werden – mindestens ein oder zwei Stunden. Oder noch besser: Du machst den Teig am Vortag und lässt ihn über Nacht im Kühlschrank.

 

Du brauchst: 

  • 3 Eiweiß
  • 225 g Zucker oder Puderzucker
  • 2 TL Zitronensaft
  • ½ unbehandelte Zitrone, davon die abgeriebene Schale
  • 1 EL Zimt
  • 1 Messerspitze gemahlene Nelken
  • 250–350 g gemahlene Mandeln
  • Rührgerät
  • Backblech

 

So geht’s:

2 Eiweiße sehr steif schlagen, dabei 150 g Zucker langsam einrieseln lassen und den Zitronensaft dazugeben. Das dauert etwa 10 Minuten. Die geriebene Zitronenschale, Gewürze und zunächst 250 g Mandeln unter die Eiweißmasse kneten. Falls der Teig sehr klebt, noch Mandeln dazugeben, bis eine schöne Teigmasse entsteht. 

Dann muss der Teig ruhen und kalt werden: also den Teig in Folie gewickelt mindestens eine Stunde (besser länger) in den Kühlschrank packen. 

Den Backofen vorheizen und das Backblech einfetten. 

Den Teig auf der leicht gezuckerten Arbeitsfläche gut einen halben Zentimeter dick ausrollen und die Sterne ausstechen. Falls der Teig klebt, die Förmchen immer wieder in kaltes Wasser tauchen. Teigreste neu durchkneten und wieder ausrollen. 

Die Sterne auf das Backblech legen. Für den Guss das dritte Eiweiß steif schlagen und dabei 50 g Zucker einrieseln lassen. Die Sterne mit dem Eischnee bestreichen. Zimtsterne etwa 15 Minuten backen. Sie dürfen noch weiß und etwas weich sein. 

Temperatur: Magst du gerne weiche Zimtsterne, solltest du sie bei 100 Grad Umluft im Backofen backen und rausnehmen, wenn sie noch weiß sind. Magst du knusprige Zimtsterne, backe sie bei bis zu 175 Grad (160 Grad Umluft), bis sie leicht braun sind.

 

… und jetzt genießen

Du bist jetzt bestens vorbereitet und dein Home-made-Weihnachtsmarkt steht: Jetzt deine Lieben zusammenrufen und genießen. Wenn du noch eine Nikolausmütze für jeden hast und ihr mit dem heißen Glühwein (oder Tee, Kakao oder Kinderpunsch) auf den Balkon oder die Terrasse könnt – perfekt. Ansonsten die Fäustlinge an und wenigsten einmal kurz ans offene Fenster. 

Rolph wünscht euch dafür reichlich Schneeflocken und glitzernde Sterne. Bleibt schön gesund und tapfer und nächstes Jahr treffen wir uns wieder auf deinem Lieblings-Weihnachtsmarkt.