20Antworten zum Thema

Radfahren

Die Radwege sind Sache der örtlichen Stadtverwaltung. Hierzu kannst du dich also an die entsprechenden Stellen bei der jeweiligen Stadt wenden.

Klar! Im Sinne der mulitmodalen Mobilität gehören auch zu Fuß gehen und Radfahren zum Nahverkehr, sie sind wichtige Formen der Nahmobilität ohne Auto. Zu unterscheiden ist das dann allerdings vom ÖPNV = Öffentlicher Personennahverkehr, also Bus und Bahn.

Radfahren entlastet nicht nur die Umwelt von Abgasen und unsere Straßen von zu vielen Autos, es tut auch dem eigenen Körper gut. Und wenn’s dann doch mal regnet, dann gibt es ja auch noch den Bus als trockene Fahrtalternative.

Radfahren und der Öffentliche Nahverkehr ergänzen sich ganz wunderbar. Deshalb sind wir genau wie du daran interessiert, dass es in unseren Städten bald so fahrradfreundlich aussieht wie in Kopenhagen, der derzeitigen Fahrradhauptstadt Europas. In den großen Städten im Land wird auch an zahlreichen Aktionen gearbeitet. Aber so etwas geht natürlich nur Schritt für Schritt. Aber auch zwischen den Städten ist Radverkehr voll im Trend. Derzeit wird über eine Radpendlerstrecke von Bingen in Richtung Mainz nachgedacht. Am besten schaust du mal auf die Homepage deiner Stadt, was bei dir gerade geplant und vorbereitet wird.

Uns ist bewusst, dass in Stoßzeiten die Kapazitäten auf den attraktiven Strecken nicht ausreichen. Dummerweise haben wir die Grenzen des mittelfristig Machbaren erreicht. Die Züge sind in der Hauptverkehrszeit so lang wie die kürzesten Bahnsteige auf der Strecke. Verlängern geht also nicht mehr, ohne die Bahnhöfe auszubauen. Das kostet sehr viel Geld und braucht Zeit. Auch mehr Züge können wir nicht fahren lassen, weil die Strecken pro Stunde nur eine gewisse Kapazität haben. Wenn wir noch engere Taktungen machen würden, wäre die Verspätungsanfälligkeit deutlich erhöht. Deshalb wird es in absehbarer Zeit auch nicht mehr Fahrradabteile geben, denn wir wollen nicht noch weniger Platz für unsere Fahrgäste zur Verfügung stellen.

Frag doch mal die Fitness-App auf deinem Smartphone. Wir fürchten aber, dass sie dir für die Zeit im Zug keine Punkte gutschreibt. Aber die Fahrt zum Bahnhof und vom Zielbahnhof zur Arbeit gilt natürlich als Radtour! Übrigens: man hat herausgefunden, dass Senioren länger gesund bleiben, wenn sie den ÖPNV nutzen, weil sie sich dadurch mehr bewegen und auch geistig gefordert sind.

Das freut uns, denn es zeigt, dass das System gut angenommen wird. Wir geben den Hinweis weiter, damit gezielt nachgesteuert werden kann. Denn die Systeme klappen nicht, ohne dass ständig Räder von Station zu Station transportiert werden. Morgens wollen alle von den Bahnhöfen in die Stadt und nachmittags wollen alle wieder an die Bahnhöfe zurück. Aber das Ziel ist es natürlich, dass immer genug Räder da sind.

 

In den Zügen wird es sicher keine Ladekapazitäten geben, das würde zu viel Platz verbrauchen und wäre technisch anfällig. Zumal es wohl eine große Konkurrenz um die vorhandenen Plätze geben könnte, sofern man diese nicht zu buchen kann. An den Bahnhöfen wird sich – zumindest bei größeren Stationen – sicher eine Ladeinfrastruktur entwickeln. Aber das wird noch Zeit brauchen.

 

Das gibt es in den größeren Städten schon. Zum Beispiel in Mainz und Ludwigshafen (aber z.B. auch in Landau und Ingelheim) kann man sich an den Bahnhöfen Fahrräder aus den Leihstationen nehmen und sie an einer anderen Station im Stadtgebiet wieder zurück geben. Für ÖPNV-Kunden kostet es kaum etwas extra. Dafür werden die Räder regelmäßig gewartet und sind meist technisch einwandfrei. Auch fährt ein Service sie immer wieder dorthin, wo sie gebraucht werden, damit möglichst jeder genau dann sein Rad kriegt, wenn es gewünscht ist. Hier mal ein beispielhafter Link zum Angebot in Mainz. [https://www.mainzer-mobilitaet.de/mainzigartig-mobil/mit-mvgmeinrad/einfuehrung.html]. Viele andere Städte denken über die Einführung eines solchen Systems nach. Ob es dann auch Verleihstationen an Schulen geben wird, wird davon abhängen, wie pfleglich mit den Fahrrädern umgegangen wird. Das gilt aber auch für alle anderen Stationen!

Die Idee verstehen wir, aber leider ist das so vermutlich nicht umsetzbar. Wir haben auf vielen Strecken heute extrem volle Züge und könnend die Kapazität nicht mehr weiter ausweiten, weil die Bahnsteige nicht länger sind. Insofern ist es nicht möglich, Fahrradabteile zusätzlich anzufügen, und deswegen Sitzplätze abzubauen. Das würden uns viele Fahrgäste übel nehmen.

 

Das kommt darauf an. Das Fahrrad hilft dabei, Wege zum ÖV und vom ÖV zum Ziel schneller zu bewältigen. Wenn die lange Reisezeit also daran liegen sollte, dass du weit zum Bahnhof laufen musst, dann könnte ein Fahrrad helfen.

 

Das liegt an der Konstruktion der Straßenbahnfahrzeuge. Es gibt auch einige mit einer großen Kombi-Fläche. Du solltest die RNV anschreiben und vorschlagen, dass künftig Fahrzeuge mit einer größeren Fläche angeschafft werden. Das ist durchaus möglich.

 

Weil wir davor von einer Rush Hour sprechen, denn zwischen 6:00 Uhr und 9:00 Uhr sind die meisten Pendler unterwegs. Das heißt, wir haben hier ein erhöhtes Fahrgastaufkommen, da die meisten Menschen zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr zu arbeiten anfangen. Dementsprechend benötigen wir auch den Platz für Fahrgäste. Leider hat somit dein Fahrrad das Nachsehen. Unser Vorschlag: Fahr‘ mit deinem Fahrrad zum Bahnhof, stelle es dort in die Fahrradbox und ab geht’s in den Zug. Für den Weg vom Zielbahnhof zum Zielort hast du bereits in vielen Städten die Möglichkeit, Fahrräder zu leihen.

 

Du darfst deine kleine Tochter mit in die Bahn nehmen und dein Fahrrad auch. Auch beides gleichzeitig! Während deine kleine Tochter kostenlos mitfahren darf, kostet dein Fahrrad in der Hauptverkehrszeit etwas. Aber ganz wichtig: Nimm deine Tochter während der Fahrt auf jeden Fall aus dem Kindersitz und setze sie bei dir auf den Schoß. Das Fahrrad steht im Zug nicht sicher genug, als dass sie im Sitz bleiben könnte. Und wir wollen ja nicht, dass ihr was passiert.

 

Da musst du die Politiker direkt fragen. Alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten haben Homepages mit guten Kontaktmöglichkeiten. Oder du engagierst dich einfach selber politisch, dann hast du die Chance, dein Anliegen selbst zu gestalten.

 

Das kommt darauf an. Ein RE, der mit 160 km/h durch Rheinhessen rast, ist dem E-Bike schon nach wenigen Sekunden überlegen. Ein Stadtbus im Stau kann leicht selbst von einer Mutter mit Kinderwagen zu Fuß überholt werden. Aber es kommt auch darauf an, ob der E-Bike-Fahrer sich an alle Verkehrsregeln hält. Fahrradfahrer sehen das gerne mal etwas lockerer. Daher unsere Bitte: Sicherheit geht immer vor Schnelligkeit.

 

Busspuren sind NICHT für Radfahrer gedacht, sondern für Busse. Busse dürfen ja auch nicht auf dem Radweg fahren. Wer sich daran hält, macht nichts falsch.

 

Dazu ist in den Tarifbestimmungen nichts geregelt. Formal ist ein Fahrrad ein Fahrrad. Aber nach unseren Erfahrungen werden (kleine) Kinderräder, Bobby-Cars und Roller kostenlos mitgenommen. Und das mindestens so lange, wie auch das Kind kostenlos fährt.

 

Das ist so nicht ganz richtig. Es dürfen im Zug rund um die Uhr Fahrräder transportiert werden. Einzige Einschränkung ist, dass genug Platz frei sein muss. Im Bus ist meist nur Platz für Rollstühle oder Kinderwagen, aber wenn die Mehrzweckfläche frei ist, dann geht das im Einzelfall auch. Einige Unternehmen gestatten die Mitnahme jederzeit, andere haben zeitliche Einschränkungen. In Bus und Bahn gilt aber grundsätzlich: im Berufsverkehr kann es eng werden. Dann haben Fahrgäste Vorrang vor Fahrrädern.

 

Deine Frage ist ein weiteres Indiz dafür, dass das Thema Radverkehr in Kombination mit dem Bahnfahren sehr wichtig ist. Deshalb steht dieser Punkt sehr weit oben auf unserer To-Do-Liste. Denn du hast Recht, Parkgaragen sind nicht nur sinnvoll, sondern auch sicher.

 

Weil die S-Bahn Rhein-Neckar und die S-Bahn Frankfurt in zwei unterschiedlichen Verbünden fahren. Jeder Verbund stellt seine eigenen Regeln, Bedingungen, Fahrpreise und Tickets auf. Warum man in der S-Bahn Rhein-Neckar das Fahrrad erst nach 9 Uhr kostenfrei mitnehmen darf, haben wir in einigen Fragen auf dieser Seite schon beantwortet. Vor 9 Uhr ist das Fahrgastaufkommen hoch und da ist jeder Sitz- und Stehplatz Gold wert. Ein Fahrrad nimmt einfach zu viel Platz weg. Hast du dir aber mal überlegt, ein Faltrad anzuschaffen? Das zählt als Handgepäck und kann auch vor 9 Uhr kostenfrei mitgenommen werden.